Was Ihre Gene verraten...
Als Adipositas oder auch Fettleibigkeit wird ein durch übermäßige Vermehrung des Körperfettes hervorgerufenes starkes Übergewicht mit teils krankhaften Auswirkungen bezeichnet. Unterschieden wird die Adipositas in drei Schweregrade, die durch den Bod-Mass-Index voneinander unterschieden werden.
Grad I: BMI zwischen 30 und 34,9
Grad II: BMI zwischen 35 und 39,9
Grad III: BMI größer als 40
Nicht nur der Anteil an Körperfett und ein hoher BMI bergen Gesundheitsrisiken in sich, ein wichtiger Indikator ist auch die Verteilung der Fettdepots. Besonders ungünstig sind Fettdepost im Bauchraum (apfelförmige Verteilung, Bierbauch), weniger gefährdet sind Menschen, deren Fett überwiegend im Hüftbereich lagert (Birnenform).
Adipositas ist eine der Hauptrisiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Ist der Widerstand im großen arteriellen Kreislauf erhöht, muss unser Herz ständig gegen diesen hohen Druck anpumpen. Sehr häufiges Symptom ist der Bluthochdruck. Dabei leistet das Herz mehr Arbeit, als ihm auf Dauer gut tut. Es vergrößert sich, es kann zu einem Ausleiern der Herzklappen kommen - die Leistungsreserve lässt nach. Bluthochdruck tritt verstärkt bei bestimmten Genvarianten (Polymorphismen) auf. Auch die Wirksamkeit blutdrucksenkender Medikamente wird unter anderem durch unsere genetische Veranlagung mitbestimmt. Eigentlich könnte man dem Patienten eine sehr individuelle Medikation empfehlen.
Übergewicht (Bodymaßindex zwischen 25 und 30) und noch viel mehr Adipositas (Übergewicht mit einem Bodymaßindex von mindestens 30) begünstigt den Bluthochdruck. Warum kann der eine essen, was er will ohne zuzunehmen und der andere braucht scheinbar das Essen nur anzuschauen? Übergewicht ist eben doch nicht nur angefressen. Und Übergewicht kann zu einer Reihe von Erkrankungen führen wie zum Beispiel der Zuckerkrankheit führen. Liegt bei uns häufig und über eine längere Zeit ein zu hoher Zuckerwert im Blut vor, führt dies über eine Verzuckerung von Eiweißen (stellen Sie sich einfach Zuckerwatte vor) zu einem Nachlassen der Elastizität unserer Gefäße. Dies wiederum verstärkt den Bluthochdruck.
Fettstoffwechselstörungen können zur Arteriosklerose führen. Auch diese Verkalkung der Gefäße, schränkt deren Elastizität ein. Sie kann die Gefäße verengen und unter anderem die Herzkranzgefäße betreffen. Überall dort wo eine Arteriosklerose vorliegt ändert sich der Blutfluss in den Gefäßen. Es kann zu Thrombosen kommen, also akuten Verschlüssen der Gefäße.
Findet dies an den Herzkranzgefäßen statt, kann es zu Herzinfarkt und an den Gefäßen im Gehirn kann zu einem Schlaganfall führen. Die Veranlagung dazu wird vererbt, eine abgestimmte Ernährung, Sport und eine maßgeschneiderte medikamentösen Therapie kann verhindern, dass Arteriosklerose überhaupt entsteht.
Die Kombination von Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen nennt der Arzt das metabolische Syndrom.
Diese und noch einige weitere Veranlagungen zu Herzkreislauferkrankungen kann man sehr frühzeitig bei einem Menschen feststellen. Eine individuelle Risikoprofilanalyse ermöglicht eine ganz konkrete Vorstellung einer maßgeschneiderten Ernährung, medikamentöse Therapie und Lifestyleberatung.
Erkennen Sie mit Hilfe der Genanalyse frühzeitig gesundheitliche Risiken und nutzen Sie die Chance zur optimalen Vorbeugung. Ihr medizinisches Schicksal lässt sich beeinflussen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt!
