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Was Ihre Gene verraten...

Bluthochdruck

Von Hypertonie, im täglichen Sprachgebrauch Bluthochdruck, spricht man, wenn der Blutdruck chronisch überhöht ist. Das Herz muss dann ständig gegen diesen Druck anarbeiten. Es kann leichter ermüden, erreicht nocht mehr alle Zellen, durch den verlangsamten Blutfluss können sich Gerinsel bilden.

Folgeschäden wie die koronare Herzkrankheit und Schlaganfall stellen eine Haupttodesursache in den Industrieländern dar. Altersabhängig sind 10-30 % der Bevölkerung davon betroffen.

BlutdruckmessgerätDabei leistet das Herz mehr Arbeit, als ihm auf Dauer gut tut. Es vergrößert sich, es kann zu einem Ausleiern der Herzklappen kommen - die Leistungsreserve lässt nach. Bluthochdruck tritt verstärkt bei bestimmten Genvarianten (Polymorphismen) auf. Auch die Wirksamkeit blutdrucksenkender Medikamente wird unter anderem durch unsere genetische Veranlagung mitbestimmt. Eigentlich könnte man dem Patienten eine sehr individuelle Medikation empfehlen.

In den Industrieländern lebt heute etwa die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung mit einem erhöhten Blutdruck über 140/90 mmHg. Im Alter nimmt die Häufigkeit des Bluthochdrucks stark zu. Nur rund ein Viertel der über 60-jährigen weist normale Blutdruckwerte auf.

Die durch Bluthochdruck verursachten Herzkreislauferkrankungen sind bis heute die häufigste Todesursache in Deutschland!

Übergewicht (Bodymaßindex zwischen 25 und 30) und noch viel mehr Adipositas (Übergewicht mit einem Bodymaßindex von mindestens 30) begünstigt den Bluthochdruck. Warum kann der eine essen, was er will ohne zuzunehmen und der andere braucht scheinbar das Essen nur anzuschauen? Übergewicht ist eben doch nicht nur angefressen". Und Übergewicht kann zu einer Reihe von Erkrankungen führen wie zum Beispiel der Zuckerkrankheit führen. Liegt bei uns häufig und über eine längere Zeit ein zu hoher Zuckerwert im Blut vor, führt dies über eine Verzuckerung von Eiweißen" (stellen Sie sich einfach Zuckerwatte vor) zu einem Nachlassen der Elastizität unserer Gefäße. Dies wiederum verstärkt den Bluthochdruck.EKG

Findet dies an den Herzkranzgefäßen statt, kann es zu Herzinfarkt und an den Gefäßen im Gehirn kann zu einem Schlaganfall führen. Die Veranlagung dazu wird vererbt, eine abgestimmte Ernährung, Sport und eine maßgeschneiderte medikamentösen Therapie kann verhindern, dass Arteriosklerose überhaupt entsteht.

Die Kombination von Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen nennt der Arzt das metabolische Syndrom.

Diese und noch einige weitere Veranlagungen zu Herzkreislauferkrankungen kann man sehr frühzeitig bei einem Menschen feststellen. Eine individuelle Risikoprofilanalyse ermöglicht eine ganz konkrete Vorstellung einer maßgeschneiderten Ernährung, medikamentöse Therapie und Lifestyleberatung.

Erkennen Sie mit Hilfe der Genanalyse frühzeitig gesundheitliche Risiken - und nutzen Sie die Chance zur optimalen Vorbeugung. Ihr medizinisches Schicksal lässt sich beeinflussen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt!

Neues Wissen aus alten Knochen

Seit einigen Jahren bringen molekulare Techniken hier immer mehr Erfolge.

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