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Der
ThromboSensor überprüft die Veranlagung zur Entwicklung
einer Thrombose. Die Analyse dient damit der Einschätzung des
individuellen Risikos für Thrombose, Lungenembolie und Schlaganfall.
Untersucht
werden die genetischen Varianten von Faktor 2, Faktor 5, PAI-1,
und ggf. zusätzlich mit MTHFR, ITGB3.
ThromboSensor 199,80
€ inkl. MwSt. für Faktor 2, Faktor 5, und PAI
276,00
€ inkl. MwSt. inklusive MTHFR und ITGB3
Überblick
Etwa
130.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich eine Thrombose,
40.000 Menschen sterben laut dem statistischen Bundesamt in
Deutschland jährlich an einer Lungenembolie.
Unser
Körper benutzt verschiedene Gerinnungssysteme nebeneinander. Drei
unterschiedliche, aber eng miteinander zusammen arbeitende Systeme
stehen uns dabei zur Verfügung: zunächst verengt sich das Gefäß,
genauer die Gefäßinnenwand, dann verkleben die Blutplättchen oder
auch Thrombozyten, die im Blut schwimmen miteinander und können so
den ersten Wundverschluss herstellen. Bei größeren Verletzungen
werden die Gerinnungsfaktoren aktiviert.
Gefährlich
wird es, wenn sich unser Gerinnungssystem zu schnell, zu stark
oder auf falsche Reize hin aktivieren lässt. Dann kann es zu
Thrombosen kommen, zu Pfropfen, die sich in Gefäßen bilden und
diese verschließen. Je nach Entstehungsort kann dies
unterschiedliche Folgen haben. Wo dies geschieht sind häufig unsere
Gene mit beteiligt.
Tiefe
Beinvenenthrombosen und Lungenembolie
In
den tiefen Beinvenen kann es zum Verschluss des
wichtigsten Gefäßes kommen und so kann das Blut nicht wieder aus
dem Unterschenkel in Richtung Herz abfließen. Schmerz, Schwellung
und eine Entzündung sind oft die Folge, aber manchmal sind keine so
deutlichen Anzeichen zu erkennen. Auch eine Lungenembolie
kann ohne viele Beschwerden ablaufen. Typischer Weise verläuft sie
aber mit Atemnot als im Vordergrund stehendes Symptom. Auslöser
sind häufig Zeiten fehlender Bewegung, wie bei längeren
Liegezeiten im Rahmen einer Operation oder anderen schweren
Erkrankungen, aber bei gefährdeten Personen reicht schon ein
Langstreckenflug. Wenn Blut lange in einem Gefäß steht und nicht
abfließt, dann sind Menschen mit einer erhöhten Thromboseneigung
besonders gefährdet. Diese Menschen sollten daher zum Beispiel eine
sogenannte Thrombosespritze erhalten, bevor sie einen
Langstreckenflug antreten. Gefährlich sind vor allen
Flugreisen über 4 Stunden. Dabei spielt nicht so sehr die Enge eine
Rolle (es gibt kein „economy
class syndrome“). Auch Fluggäste der 1. Klasse erleiden
Thrombosen. Verantwortlich sind vielmehr der niedrige Kabinendruck,
der niedrige Sauerstoffgehalt, die
geringe Luftfeuchtigkeit und damit der Flüssigkeitsverlust den wir
erleiden und eben ganz besonders die genetische Veranlagung zur
Entwicklung von Thrombosen. Wenn dieser Blutpfropf sich ablöst und
sich auf den Weg macht, kann es zu einer Lungenembolie kommen. Diese
kann tödlich verlaufen.
Schlaganfall
und TIA (transitorisch ischämische Attacke)
Ein
Thrombus in einem der Gefäße, die zum Gehirn führen kann einen
Schlaganfall zur Folge haben. Aber auch, wenn sich bei einem
älteren Menschen ein Vorhofflimmern einstellt, kann dies
gefährlich sein. In solchen Vorhöfen bilden sich gerne kleine
Thromben, da das Blut nicht richtig abfließt. Gehen diese auf den
Weg, kommen sie über das Herz in den Kreislauf und gehen dort in
Richtung Gehirn. Somit kommt es dann bei nur kleinen betroffenen
Gebieten im besten Falle zu Minischlaganfällen, die wieder
verschwinden, den sogenannten transitorisch ischämischen
Attacken (TIAs), oder wenn ein großes Areal betroffen ist zum
richtigen Schlaganfall mit einer Halbseitenlähmung.
Herzinfarkt
Am
Herzen kann ein Thrombus ein wichtiges Gefäß verschließen und
damit zu einem Herzinfarkt führen. Neben der Veranlagung zu
Thrombosen spielt hier auch die Veranlagung zu der „Verkalkung der
Gefäße“ der Arteriosklerose eine wichtige Rolle. An diesen
Arealen bilden sich besonders gerne kleine Thromben, da die
Oberfläche der Gefäße rau ist und sich daher Verwirbelungen
bilden.
Diese
Erkrankungen spielen besonders mit zunehmendem Alter eine Rolle und
finden sich in bestimmten Familien besonders häufig.
Pille,
Schwangerschaft oder Hormonersatztherapie erhöhen die
Thromboseneigung.
Besonders wichtig für Betroffene
ist es ihre Thromboseneigung zu kennen möglichst bevor sie
eine Schwangerschaft planen, da es dort sonst zu einer
besonderen Häufung von Fehlgeburten und
Schwangerschaftskomplikationen kommen kann. Auch die Einnahme
von Medikamenten wie der Anti-Babypille, die unser
Gerinnungssystem negativ beeinflussen, gefährden besonders Menschen,
die bestimmte genetische Varianten im Bereich der Blutgerinnung
haben. Daher wäre es sinnvoll, die Entscheidung zur Einnahme der
Pille als Verhütungsmittel oder der Hormonersatztherapie in
den Wechseljahren nur unter der Kenntnis des Thromboserisikos zu
treffen. Besonders betroffen sind dabei die Frauen, die zusätzlich
noch rauchen.
Die
Genanalyse kann ein erhöhtes Thromboserisiko abschätzen.
Die
Neigung zu Thrombosen kann vererbt werden. Eine besondere Rolle
spielen dabei die nachfolgend aufgeführten genetischen Varianten.
Faktor
V Leiden Mutation (F5)
Faktor
V bringt mit anderen Faktoren die Aktivierung von Thrombin aus
Prothrombin auf den Weg. Es ist der wesentlichste Schritt in der
Blutgerinnungskaskade. Bei F5 handelt es sich um eine sehr weit
verbreitete Veranlagung zu Thrombosen.
Diese
Veranlagung ist bei 5 bis 8 Prozent der Bevölkerung festzustellen.
Liegt die Variante heterozygot vor (nur von einem Elternteil
vererbt), bedeutet das, dass neben dem veränderten Gen eine zweite
normale Kopie vorhanden ist. Das Risiko für eine Thrombose ist dann
im Vergleich zur übrigen Bevölkerung um das Fünf- bis Achtfache
erhöht. Sind beide Ausgaben des Gens verändert (homozygot), also
sowohl das von der Mutter als auch das vom Vater geerbte
Gen liegt in der Risikoform vor, ist das Risiko, an einer
Thrombose zu erkranken sogar 50 bis 100 fach höher. Ein bestimmtes
Eiweiß (das C Protein) kann hierbei nicht andocken und die Gerinnung
stoppen, wenn sie in Gang gesetzt wurde.
Träger
dieser Varianten sind besonders gefährdet bei Einnahme der Pille:
sie haben ein 35-fach erhöhtes Risiko, auch wenn sie die Veranlagung
nur von einem Elternteil geerbt hat. In der Schwangerschaft gibt es
ein deutlich erhöhtes Risiko zu Fehlgeburten und in der Zeit der
Wechseljahre und einer Hormoneinnahme sind diese Patienten besonders
gefährdet. Auch Raucher erleiden deutlich häufiger eine Thrombose,
besonders bei zusätzlicher Einnahme der Pille und diesem genetischen
Risiko!
Faktor
2
Die
Umwandlung von Prothrombin (auch Faktor II genannt) zu Thrombin ist
ein weiterer wesentlicher Schritt in der Blutgerinnungskaskade. Das
menschliche Prothrombin Gen, F2, besitzt eine selten vorkommenden
Variante, die zu erhöhten Serum Prothrombin-Spiegeln und somit zu
einer verstärkten Thrombenbildung des Blutes führt. Bei dieser
Genveränderung kommt es zu einer erhöhten Prothrombin- Aktivität
im Blut. Hierbei ist das individuelle Thromboserisiko etwa um das 3
bis 5 fache erhöht. Besonders wichtig ist diese Kenntnis für
Frauen, die eine Hormonersatztherapie durchführen möchten und
gleichzeitig Bluthochdruck haben. Man konnte zeigen, dass bei diesen
Frauen das Herzinfarktrisiko besonders erhöht ist.
PAI
– 1 (Plasminogen Aktivator Inhibitors)
Ein
wichtiger Teil unseres Gerinnungssystems ist ein ganz fein
reguliertes System aus Auf- und Abbau von Fibrin. Fibrin ist
sozusagen die Klebemasse des Körpers. Wenn davon zu viel vorhanden
ist, führt dies zu Thrombosen. Da hilft dann das Plasmin, weil es in
der Auflösung von kleinen Thromben die Zerstörung von Fibrin
vermittelt. Aktiviert wird dieses Plasmin dabei von Plasminogen
Aktivatoren (tPA), die ihrerseits von Inhibitoren (Hemmern) wie dem
PAI – 1 wieder inaktiviert werden können. Dieses System ist sehr
fein reguliert, erhöhte Spiegel des
Plasminogen Aktivator Inhibitors (PAI-1) können dabei zu einer
verminderten Aktivierung von Plasmin und damit zu einer verminderten
Auflösung von Thromben führen. Aus diesem Grund können erhöhte
PAI-1 Konzentrationen ein Risiko für Thrombosen oder andere
Gefäßerkrankungen darstellen. Hierbei spielen spezielle Varianten
in den Genen eine nicht unerhebliche Rolle. Diese unterschiedlichen
Varianten können zum Beispiel einen Schutz vor der Ablösung von
Thromben darstellen, indem sie diese Thromben stabilisieren. Damit
verringern sie das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Andere
Varianten können aber auch zu einem verstärkten Risiko für
Thrombosen führen.
Auch
noch eine Reihe von anderen Faktoren wie Übergewicht oder Insulin
Resistenz können hohe PAI-1 Serumspiegel mit verursachen. Ein
entsprechend gesunder Lebensstil ist daher bei Gefährdeten besonders
wichtig.
MTHFRPEPTIDE
Y (P
Das
Enzym Methylen-Tetrahydrofolat -Reduktase (MTHFR) ist am Stoffwechsel
der Folsäure, einem wichtigen Vitamin aus dem Bereich der
B-Vitamine, beteiligt. Folsäure ist ein bedeutender Faktor für den
Abbau von Homozystein. Erhöhte Plasmaspiegel von Homozystein gelten
als Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen und können zu
einer verstärkten Arteriosklerose führen, die dann damit die Gefäße
verletzlicher für Thrombosen macht.
Eine
genetische Variation des MTHFR – Gens ist mit herabgesetzter
Enzymaktivität verbunden und kann durch den unzureichenden Abbau von
Homozystein zu einer Hyperhomozysteinämie führen. Dieser SNP
kann zusätzlich angefordert werden.
ITGB3
Glykoprotein
IIIa (ITGB3) spielt eine wichtige Rolle bei dem Zusammenklumpen
unserer Blutplättchen (Thrombozytenaggregation). Das kann zu
Verschlüssen in den kleinen Gefäßen oder zu Thrombosen führen.
Eine spezielle Variante im Gen verstärkt diese Neigung zum
Zusammenklumpen. Patienten mit entsprechender Variante benötigen
daher eine höhere Dosierung des Thrombozytenaggregationshemmers
Acetylsalicylsäure (Aspirin®) zur Prophylaxe des Herzinfarktes bei
verstärkter Arteriosklerose in den Gefäßen. In einer großen
Studie konnte gezeigt werden, dass diese Variante mit dem Auftreten
der koronaren Herzkrankheit (KHK) einhergeht. Dieser SNP kann
zusätzlich angefordert werden
Der
ThromboSensor gibt Ihnen und Ihrem Arzt mehr Sicherheit und hilft
Ihnen die für Sie optimalen Entscheidungen zu treffen, in welchen
Situationen Sie sich besonders vor Thrombosen schützen müssen.
Die
Untersuchung ist ein einfacher Wangenabstrich. Sie müssen nicht
nüchtern sein. Nach ungefähr 14 Tagen wird das Ergebnis Ihrem Arzt
zusammen mit einer ausführlichen Erklärung des Befundes
zugeschickt. Er wird Sie gerne kompetent informieren und beraten.
Gendiagnostikgesetz
Nach
dem neuen Gendiagnostikgesetz sind keine Internetanalysen in
Deutschland erlaubt. Der Arzt, der die Analyse vornimmt muss Sie
persönlich vorab und anschließend beraten.
Die
Untersuchung unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht und wird
Ihnen von Ihrem Arzt ausgehändigt.
Da
es sich um eine präventionsmedizinische(vorsorgliche) Diagnostik
handelt und nicht der Stellung einer Diagnose dient, sind
Krankenkassen in der Regel nicht dazu verpflichtet die Kosten zu
übernehmen.
Eine
Krankenkasse hat kein Recht darauf Sie zu fragen, ob Sie eine Analyse
haben vornehmen lassen, sie darf auch nicht nach dem Ergebnis fragen,
sie darf Sie auch nicht auffordern eine Analyse durchzuführen.
Eine
Lebensversicherung darf Sie nicht auffordern eine Analyse durchführen
zu lassen. Sie darf Sie nicht nach Genanalysen fragen, solange der
Wert der Versicherungssumme die 300000,00 € nicht überschreitet.
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